Velux Monitoring

Wissenschaftliche Begleitung des LichtAktiv Hauses

Fotograph: Adam Mork
Fotograph: Adam Mork

Seit Anfang Dezember 2011 bewohnt Familie Oldendorf das LichtAktiv Haus.
Im Laufe der nächsten zwei Jahre werden die Familie und das Haus wissenschaftlich begleitet. Dabei werden von der TU Braunschweig Messungen zum Außenklima und den entsprechenden Innenraumwerten vorgenommen. Parallel erfasst ein interdisziplinäres Team aus Architekten und Soziologen der TU Darmstadt und der HU Berlin die tatsächlich wahrgenommenen Erfahrungen der Bewohner.
Die Wissenschaftler versprechen sich von den Untersuchungen neue Erkenntnisse für zukünftige Wohnkonzepte.
Das Konzept des LichtAktiv Hauses, nach Definition des Fraunhofer Instituts als Solar-Nullenergiehaus geplant, beinhaltet als Besonderheiten eine weit überdurchschnittliche Tageslichtversorgung und eine gesteuerte natürliche Belüftung.
Während der Planung des LichtAktiv Hauses wurden die zu erwartenden Raumkonditionen rechnerisch ermittelt und mit modernster Simulationstechnik bestimmt. Ob diese Berechnungen und Simulationen auch tatsächlich zutreffen, wird nun durch die sog. quantitativen Messungen nachgewiesen.
Während in der Bundesrepublik mittlerweile zahlreiche Passiv-, Nullenergie-, und Plusenergiehäuser quantitativ evaluiert werden, man spricht vom sog. Monitoring, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, stellt die sog. qualitative Evaluation der wahrgenommenden Erfahrungen ein Novum dar.
Besonders interessant wird es dann, wenn quantitative und qualitative Evaluation zueinander in Bezug gesetzt werden.
Kurz nach dem Einzug der Familie wurden in einem Initialgespräch die ersten Erfahrungen erfasst. Zu späteren Einordnung wurden auch die Erfahrungen der vorherigen Wohnsituation aufgenommen.
Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird es nun zu unterschiedlichen Jahreszeiten weitere Gruppengespräche geben. Außerdem finden monatliche Erhebungen statt, um eine kontinuierlich Erfassung zu gewährleisten.
Die Erfassungen beinhalten u.a. die folgenden Bereiche:
Wie ist die gefühlte Behaglichkeit? Ist es zu warm, zu kalt, strahlen Bauteile kalt ab, zieht es, wie wird die einfallende winterliche Sonne empfunden? Ist es zu hell, zu dunkel? Ist es zu laut. Hat das Haus Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden, auf das Zusammenleben, auf die Gesundheit? Wie wird die Hautechnik wahrgenommen, verändert sich diese Wahrnehmung? Wie werden Energieverbrauch und Energiegewinn wahrgenommen?
Diese explorative Erforschung der Wohnqualität mit anschließender theoretische Hinterlegung sollen zum Erkenntnisgewinn führen:
Was ist in Bezug auf zukünftige Wohnqualität wirklich wichtig?

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