SoLi Solare Lichtwiese

SoLi – Solare Lichtwiese

Was liegt näher, als die Lichtwiese, einen Standort mit dieser schönen, sprechenden Bezeichnung zu einem Ort umzuprägen, an dem das Licht eine ganz besondere Rolle spielt. Die Sonne spendet – kostenlos – Energie, die durch gebäudeintegrierte Fotovoltaik-Kraftwerke nutzbar gemacht werden kann. Angenehmer Nebeneffekt: Sie könnten einen wichtigen Teil der überfälligen Sanierung der Gebäudeaußenhaut gleich mit übernehmen. Wie in einem durch die Partner herausgegebenen studentischen Stegreif nachgewiesen, könnten Solarinstallationen das Label „Lichtwiese“ auf eine neue Art transportieren und im Sinne einer Generierung von „Mehrwert“ als Fassadenschutz, als Neubedachung oder in Form neuer Überdachungen enormes Potential bieten.

Das Fachgebiet ee ist der Meinung, dass die Lichtwiese als Ort der Lehre und der Entwicklung zukünftiger Modelle nicht nur ein Ort dieser Vision sondern auch der Umsetzung dieser Vision sein sollte. Es möchte dieses Potential real umsetzen und einen Verbund aus Mitarbeitern der TUD initiieren, die gemeinsam eine Photovoltaikanlage auf der Lichtwiese betreiben und dafür die Vergütung nach EEG erzielen. Damit besteht die Möglichkeit die Bediensteten der TUD auf der Lichtwiese noch stärker an diese zu binden und gleichzeitig eine innovative Technik als Sinnbild für die Innovationskraft der Lichtwiese und der TU Darmstadt zu generieren.

Realisierungsstudie SoLi – Solare Lichtwiese
2005 – 2006

Es bestanden allerdings noch vielfältige Fragen in Zusammenhang mit der Realisierung einer solchen Anlage. Diese bezogen sich besonders auf die Aspekte:

– Mehrwertnutzen
– Zur Verfügung stehende „Baufelder“
– Notwendige Rechtsform für den Betrieb
– Gebotene Möglichkeiten durch TUD
– Interessenten für die Beteiligung an eine solche Anlage
– Notwendige Größe einer solchen Anlage
– Wirtschaftlichkeit der Anlage
– Ökobilanz einer solchen Anlage

Das Projekt hat diese Fragen geklärt, um die sichere Realisation einer solchen Anlage in Angriff nehmen zu können. Es agierte an der Schnittstelle zwischen Architektur und Wirtschaft. Die technische und gestalterische Kompetenz des FB15 gewährleistete eine Umsetzung des Projektes unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse sowie eigener Erfahrungen aus der Praxis der Solaranlagenplanung. Vervollständigt wurde das Projektteam mit dem FB1 Fachbereich 1, Institut für Betriebswirtschaftslehre, FG Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre; Prof. Dr. Andreas Pfnür. Einerseits stellte er das für die Realisierung des Projektes notwendige wirtschaftliche Wissen zur Verfügung. Andererseits gewährleistete die interdisziplinäre Ausrichtung des gesamten Fachbereichs eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das Projekt wurde im Rahmen des Sonderprogramms Nachhaltige TUD durch das Zentrum für Interdisziplinäre Technologieforschung (ZIT) gefördert.

Die Ergebnisse der Studie liegen in Form eines Berichts und dazugehörigen Planunterlagen als download vor