Notwendigkeit zum Speichern

Die Notwendigkeit zum Speichern – Zur Umnutzung von brachliegenden oder zur Disposition stehenden Bauwerken zu Energiespeichern

von Joachim Schulze (Dipl.-Ing. Architektur)

Erstbetreuer: Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
Zweitbetreuer: Prof. Dipl.-Ing. M. Sc. Econ. Manfred Hegger

Die Energiewende ist eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte, für dessen Umsetzung der gemeinsame Einsatz von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefordert ist. Hierzu hat die Bundesregierung mit dem Energiekonzept aus dem Jahre 2010 ein konkretes Maßnahmenpaket aufgestellt, welches sich aus dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Steigerung der Effizienz und dem Netzausbau zusammensetzt. Mit einem angestrebten Anteil von Energie aus erneuer-baren Quellen von bis zu 60% im Jahr 2050, stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage nach dem Umgang mit den diskontinuierlichen, in der Erzeugung fluktuierenden Energiequellen Wind und Sonne. Neben der engmaschigen Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern, ist es hierbei notwendig ausreichend Speicher-kapazitäten zu schaffen, welche Angebot und Nachfrage zeitlich voneinander entkoppeln. Das Promotionsvorhaben greift diesen Sachverhalt auf, um der Frage nach einer Verortung großmaßstäblicher Energiespeicher in brachliegenden oder zur Disposition stehenden Bauwerken militärischen, infrastrukturellen und industriellen Ursprungs nachzugehen. Fokussiert wird auf die Speicherung bzw. Speicherformen von elektrischer Energie, für die ein Eignungskatalog der verschiedenen Bauwerkskategorien aufgestellt wird. Den Abschluss der Arbeit bilden Fallstudien zur Umnutzung, welche an existierenden Bauwerken durchgeführt werden. Dabei gilt es nicht nur die effizienteste, leistungsfähigste oder wirtschaftlichste Speicherform zu wählen, sondern auch diejenige, welche mit der Struktur, der Materialität sowie der Anmutung des ausgewählten Gebäudes harmonisiert.